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Greenman "Greenmania"

Greenmania

    

Rezension
 
 
Interpret: Greenman
Titel: Greenmania
Label: Superstition
Rezension: 1992 ist er das erste Mal mit einer 12“ aufgetaucht. Seit dem ist Sven Dohse in der Welt der Elektronen unterwegs, hat 20 Veröffentlichungen - u.a. mit Gary D., Malte Möller und Planet B.E.N. – im 12“-Format hinter sich, noch mehr Partys aufgemischt und nun ist endlich der langerwartete Longplayer von ihm erhältlich. Das Cover zeigt Engelchen und Teufelchen vom anderen Stern, was vielleicht bedeutet, dass Sven Dohse zum einen für Tanzwütige was zu bieten hat, zum anderen auch jene nicht vergisst, denen schon verdächtig die Rippen knacksen, wenn sie sich nur erheben sollen. Danke der Nachfrage, noch geht´s. Ich muss aber gestehen, dass mir diese Mischung sehr entgegen kommt. Wenn Sven Dohse schiebt, dann schiebt er aber auch. Und so nach drei Greenman-Stomper kuckt man schon, wo ein Bänkchen steht. Was auf zwei Goasampler 25 Acts nicht zustande bringen, schüttelt Sven Dohse mal eben so aus dem Ärmel. Lehrstunde für die Dancehall-Goa-Posse ist „Horizon“. Weglassen, zugeben, Wirbel erzeugen, nach hinten setzen, nach vorne drücken, da schwirren einem die Sinne und da kann ich auch keine Minute ruhig sitzen bleiben. Das ist jetzt nur das Arrangement. Und dann kommen noch die Sounds, da wird nicht lange gefackelt und drei Tage drauf rumgekaut. Da geht es Schlag auf Schlag, rein, raus, der Rezensent findet sich auf einer Wolke wieder, klopft dem Engelchen auf die Schulter und fragt mal nach, ob es Lust hat eine Runde abzugrooven. Und nach so einer Runde knackt es auch nicht mehr in den Rippen. Tja, und Sven Dohse hat von diesen Jungbrunnentracks eine Menge parat. Vielleicht sollte Sven mal einen Sommer im Goa-Lager verweilen, seinem Domizil mal kurz den Rücken kehren und dort die Tanzflächen aufmischen. Vom druckvollen Sound her ist er nicht allzuweit von Juno Reactor entfernt. Von daher können sich die Goa-Jünger ihren diesjährigen Kick „auf dem elektrischen Stuhl“ bei Superstition abholen. Sonst erleben wir im Land der 1000 Farben noch eines Tages eine Fortsetzung der spanischen Trilogie in Form von „Die Nacht der tanzenden Leichen“. Und das braucht und will nun wirklich keiner.
Autor: Rüdiger Frankenbach
Schlüsselwörter: September, 2000, Greenman, Superstition
Hinzugefügt: 11.11.2003 03:23
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