Roman Flügel "Ro 70"
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| Interpret: |
Roman Flügel |
| Titel: |
Ro 70 |
| Label: |
Source Records |
| Rezension: |
Als Bug-Fan soll ich nun ´ner Ro 70-Scheibe fröhnen... Ä weng viel verlangt, wenn da nicht der Name Roman Flügel aufkreuzen würde. Jaaa gell, über den Knaben brauchen wir doch keine Worte mehr zu verlieren und da geht man doch gerne "fremd" und setzt sich auch mal in einen Ro70 . Als Elektonenkind, der erst mit einem Griff in die Steckdose zum Leben erwacht, ist der Name wie Honig auf dem Frühstücksbrötchen - aber seinen Kumpel Jörn Elling Wuttke wollen wir nicht unerwähnt lassen. Und wie es sich für den Namen Roman Flügel gehört, gibt es wieder Elektronik pur, ohne irgendwelchen Hypes hinterherzuhecheln und wo wieder einige mit einem großen Fragezeichen über dem Kopfe in der Landschaft herumrennen, wenn sie sich diese CD antun. Experimetelles tritt ebenso zu Tage, wie so´n abgedrehtes Jazzgeplänkel. Man muß diese Spielart schon gewaltig mögen, oder einen Schlag weg haben, um damit zurechtzukommen - ist nicht jedermanns Sache. In seinen experimentellen Abteilungen zieht er die Klänge wie Kaugummi. Sie winden sich drei mal um die eigene Achse, ehe sie verstummen. Natürlich recht disharmonisch, befremdend und erschreckend schööööön - viele Grüßlis von Schloß Tegal an Donna Klem (Wiesbaden). Aber es gibt auch die leichte Kost, wie z.B. "Ballon above Java", das ein wenig an Nav Katze letztem Album erinntert. Hier pfeift´s ebenso schön schräg in den oberen Klangregionen. Und wenn Roman flügen die Drums anzieht, dann verschachtelt er diese schön, so daß ein quirliges, sprudelndes Gesamtbild entsteht. Mit dem "Künstlichen Abgang" setzt Roman dieser CD den Polarstern auf. Trotz der Länge von knapp 8 Minuten ist es viel zu kurz. Ein traurig stimmendes Klangfeld wabert auf und ab. Ganz dezente Rhythmen begleiten es, in dem die tiefen Frequenzen auftauchen und ganz sacht wieder verschwinden. Keine Hektik, alles fließt ununterbrochen. Wenn dann die ferne Stimme klagend auftaucht, ist man längst eingetaucht und auf nimmerwiedersehn verschwunden. Für die wahren Freaks ist die Ro70-Tour ein muß, und als Bug-Fan bleibt mir nur zum Schluß: Hat ja gar nicht weh getan... und heimlich wird eine zweite Runde mir dem Wägelchen gedreht (jetzt wird´s albern... Schluß.). |
| Autor: |
Rüdiger Frankenbach |
| Schlüsselwörter: |
Februar, 1996, Roman, Flügel, Source, Records |
| Hinzugefügt: |
06.05.1996 18:28 |
| Ansichten: |
1000 |
| Bewertung: |
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